Knapp zwei Millionen arbeiten auf Abruf

Etwa 1,9 Millionen Arbeitnehmer in Deutschland arbeiten auf Abruf, dass bedeutet, die Beschäftigten halten sich für einen Arbeitgeber zur Verfügung, bekommen aber oftmals nur die Stunden bezahlt, die sie tatsächlich ableisten. Eine DGB-Untersuchung, über die die Saarbrücker Zeitung berichtet, ergab, dass solche Arbeitsverhältnisse trotz klarer gesetzlicher Regelungen oft arbeitsrechtliche Standards unterlaufen. So muss der Arbeitgeber den Beschäftigten eigentlich mindestens vier Tage im Voraus über den Einsatz informieren, in der Praxis erfolge der Abruf aber oft am selben Tag. Auch die feste Vereinbarung einer täglichen oder wöchentlichen Arbeitszeit werde häufig nicht eingehalten. DGB-Vize Annelie Buntenbach kritisierte, die Arbeit auf Abruf verlagere das wirtschaftliche Risiko der Betriebe vollständig auf die Beschäftigten.

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